1. Definieren Sie zuerst Ihre Anwendungsanforderungen.
Bevor Sie sich mit technischen Spezifikationen oder Markenvergleichen befassen, sollten Sie zunächst die Kernanforderungen Ihrer Anwendung definieren. Dieser grundlegende Schritt vermeidet Spekulationen und stellt sicher, dass Sie weder für unnötige Funktionen zu viel ausgeben noch am Ende eine SPS erwerben, die Ihre Bedürfnisse nicht erfüllt.
2. Kommunikationsprotokolle evaluieren
Moderne SPSen arbeiten nicht isoliert – sie müssen mit HMIs, Sensoren, Motoren, SCADA-Systemen, Cloud-Plattformen und sogar anderen SPSen kommunizieren. Die Kompatibilität mit Ihrer bestehenden oder geplanten Kommunikationsinfrastruktur ist unerlässlich.
3. Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit berücksichtigen
Industriesysteme entwickeln sich ständig weiter – Produktionsmengen steigen, Prozesse ändern sich oder neue Technologien werden eingeführt. Eine SPS, die heute einwandfrei funktioniert, kann in 3–5 Jahren veraltet sein, wenn sie nicht skalierbar ist.
4. Programmierfreundlichkeit und Fachkompetenz berücksichtigen.
Zu den SPS-Programmiersprachen (gemäß IEC 61131-3) gehören Kontaktplan (KOP), Funktionsbausteinplan (FBD), Strukturierter Text (ST) und Ablaufdiagramm (SFC). Die richtige Wahl hängt von der Expertise Ihres Teams und der Komplexität der Anwendung ab.
5. Budget und Gesamtbetriebskosten (TCO)
Der Anschaffungspreis ist nur ein Teil der Gleichung. Die Gesamtbetriebskosten (TCO) umfassen:
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Hardwarekosten: SPS-Einheit, E/A-Module, Netzteile, Gehäuse.
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Softwarekosten: Lizenzen für Programmiersoftware, Updates und Wartung.
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Installation und Schulung: Arbeitsleistung für Einrichtung, Verkabelung und Teamschulung.
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Wartung und Ausfallzeiten: Kosten für Reparaturen, Ersatzteile und Produktionsausfälle bei Ausfall der SPS.
Während kostengünstige Mikro-SPS (z. B. Siemens S7-1200, Allen-Bradley Micro800) für kleinere Anwendungen ideal sind, kann das Sparen an kritischen Systemen zu kostspieligen Ausfallzeiten führen. Wägen Sie die Anschaffungskosten gegen die langfristige Zuverlässigkeit ab – die Investition in eine robuste SPS (z. B. Siemens S7-1500, Allen-Bradley ControlLogix) für Produktionslinien mit hohem Durchsatz zahlt sich oft durch geringeren Wartungsaufwand und höhere Verfügbarkeit aus.
6. Markenverlässlichkeit und -unterstützung
Nicht alle SPS-Marken sind gleichwertig. Seriöse Hersteller bieten:
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Weltweiter technischer Support: Kundendienst rund um die Uhr, lokale Vertriebspartner und Reparaturzentren.
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Garantieumfang: Die meisten industriellen SPSen werden mit einer Garantie von 1 bis 5 Jahren geliefert (einige bieten erweiterte Garantien für kritische Anwendungen an).
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Dokumentation und Ressourcen: Ausführliche Handbücher, Anwendungshinweise und Online-Foren zur Fehlerbehebung.
Top-Marken, die Sie in Betracht ziehen sollten:
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Siemens
Marktführer im Bereich modularer SPS-Systeme, stark für Prozesssteuerung und Industrie 4.0.
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Allen-Bradley (Rockwell Automation)
Marktführer in Nordamerika, ideal für die diskrete Fertigungsindustrie und die Automobilindustrie.
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Mitsubishi Electric
Kostengünstig und zuverlässig für kleine bis mittelgroße Anwendungen (beliebt in Asien).
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Omron
Spezialisiert auf Sicherheits-SPS und kompakte Systeme für das Gesundheitswesen, die Lebensmittelindustrie und die Verpackungsindustrie.
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Schneider Electric (Modicon)
Stark geeignet für Energiemanagement und Gebäudeautomation.
Abschließende Checkliste für die SPS-Auswahl
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Bitte überprüfen Sie die Anzahl der Ein-/Ausgänge (einschließlich Reservekapazität) und den Typ (digital/analog/Spezial).
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Prüfen Sie die Kompatibilität mit bestehenden Kommunikationsprotokollen und -geräten.
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Stellen Sie sicher, dass die SPS die Umgebungsbedingungen (Temperatur, IP-Schutzart, Zertifizierungen) erfüllt.
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Die Programmiersprache sollte auf die Expertise des Teams und die Komplexität der Anwendung abgestimmt sein.
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Berechnen Sie die Gesamtbetriebskosten (nicht nur die Anschaffungskosten).
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Wählen Sie eine Marke mit zuverlässigem Support und Skalierbarkeit.
Abschluss
Die Auswahl der richtigen SPS ist eine strategische Entscheidung, die Leistung, Kosten und Lebensdauer Ihres Automatisierungssystems beeinflusst. Indem Sie mit klaren Anwendungsanforderungen beginnen, den Kommunikationsbedarf bewerten, die Skalierbarkeit priorisieren und das Fachwissen Ihres Teams berücksichtigen, können Sie häufige Fehler vermeiden und eine SPS auswählen, die sowohl Ihren aktuellen Bedürfnissen als auch Ihren zukünftigen Zielen entspricht. Denken Sie daran: Die beste SPS ist nicht immer die teuerste oder funktionsreichste – sie ist diejenige, die perfekt zu Ihrer individuellen industriellen Anwendung passt.
Ob Sie ein kleiner Hersteller oder ein großer Industriebetrieb sind, die Investition von Zeit in den Auswahlprozess zahlt sich aus: Sie führt zu reibungsloseren Abläufen, reduzierten Ausfallzeiten und einem flexibleren Automatisierungssystem, das mit Ihrem Unternehmen mitwächst.